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Motorradfahren und mehr…..

2014 – Griechenland

Allgemeine Informationen

Überfahrt
Mit der Fähre von Triest bis Igoumenitsa, dauert etwa 24 Stunden. Eine Kabine hatten wir nicht gebucht, das hätte etwa das doppelte gekostet. Man kann recht gut auf den Pullman-Sitzen schlafen oder man legt sich mit Schlafsack einfach auf den Fussboden. Wer ganz hart ist kann auch an Deck schlafen, es ist aber zeitweilig ganz schön kalt und windig dort.
Wir haben auf der Hinfahrt eher einen miserablen, abgehalfterten Dampfer (Europalink) gehabt, der auch noch bis zur Oberkante gefüllt war. Auf der Heimreise haben wir ein tolles Schiff (Cruise Olympia)bekommen, es kam fast ein wenig Kreuzfahrtfeeling auf…Pool auf dem Oberdeck und alles schön gepflegt und sauber…das Wetter war auch toll, so vergingen die 24 Stunden wie im Flug.
Es empfiehlt sich, etwas zu Essen und zu Trinken mit auf das Schiff zu nehmen, die Preise an Bord sind sehr heftig! Ein Kaffee/Cappuccino kostet über 4€!
Alle wichtigen Dinge sollte man bei sich haben, am besten in einem Rucksack oder ähnliches, da während der Überfahrt die Fahrzeugdecks geschlossen bleiben.
Angeblich bekommt man wohl meist als Motorradfahrer auch ohne vorheriges Buchen einen Platz auf der Fähre, aber darauf wollten wir uns nicht verlassen und haben im Frühjahr die Überfahrt über den ADAC gebucht. Reederei war die Minoan Line.
Kosten: 154,70 pro Person und Motorrad
Straßenverhältnisse
Diese sind sehr abenteuerlich, ein guter Reifen ist von Vorteil…wir fahren ja den Heidenau K60 Scout und der hat uns auch nicht im Stich gelassen. Man kann auf Split, Schlaglöcher, Steinschlag, Schildkröten und so manch anderes Getier treffen – es gibt tausend Gründe, in Griechenland achtsam zu fahren. Besonders auf die wilden Hunde, Ziegen, Kühe und Schafherden möchten wir noch hinweisen…wobei die Tierherden noch am angenehmsten sind. Bei den Hunden muss man vorsichtig sein, nicht zu schnell und auch nicht zu langsam fahren, sonst hat man sie am Bein hängen;-)
Klima
Im Juni kann es in Griechenland schon sehr heiß werden. In den Bergen empfanden wir die Temperaturen als sehr angenehm, aber sobald man in etwas flacheres Land kommt, hat man das Gefühl es bläst ein Fön direkt ins Gesicht. Ich muss zugeben, wir haben auf Stiefel und Motorradhosen verzichten, da es wirklich kaum auszuhalten war. Der Grieche an sich fährt ja nur in T-Shirt und kurzen Hosen und natürlich ohne Helm. Auf die Frage warum das so sei, antwortete einer: Davon bekommen wir Kopfweh…aha, alles klar! Trotz allem ist auch ein Sonnenschutz wichtig.
Die Natur ist in dieser Zeit noch sehr grün, doch teilweise hat man Gegenden, wo es schon massive Trockenheit gibt und auch schon Felder gebrannt haben. Ich empfehle eine Zeit von April – Anfang Juni.
Unterkunft
Da wir ja mit dem Zelt unterwegs sind, kann ich auch nur über die Campingplätze berichten. Diese sind in Küstennähe ausreichend vorhanden, aber in den Bergen und im Inland dafür kaum. In der Vikos-Schlucht mussten wir uns daher ein Zimmer nehmen, es hat uns 50€ gekostet, aber wir hatten keine Wahl…also haben wir es genommen.
Die Campingplätze haben ein sehr unterschiedliches Niveau. Wir hatten den Top-Platz mit deutschsprachiger Betreuung und gepflegter Sauberkeit und auch den total schlechten, unsauberen Platz. Auch sind viele Campingplätze verlassen, man sieht, dass es vor einigen Jahren mal besser gelaufen ist. Die Preise lagen immer so zwischen 15 und 25€. Manchmal ist auch ein Restaurant dabei, wo man sehr lecker und günstig essen kann. 

Fazit
Wir haben Griechenland als ein wunderschönes, sehr abwechslungsreiches Land kennengelernt. Die wilden Berge, Schluchten und teilweise Einsamkeit in der kargen Landschaft und andrerseits die üppige Küste mit viel Vegetation, Büschen und Blumen.
Die Menschen waren zum größten Teil sehr nett, hilfsbereit und offen. Wir wurden immer freundlich gegrüßt und mit etwas Englisch und auch Deutsch war meistens ein kleines Gespräch möglich. Nur in Athen sind die Menschen etwas anders, da wurden beim Tanken blöde Witze über Deutschland und Merkel gemacht….was aber wirklich nicht die Masse der Bevölkerung darstellt.

Reisebericht 14.06.2014 – 29.06.2014 Griechenland

Gesamt: 3603,4 km

4 Kommentare

  1. Es hat Spaß gemacht, virtuell mit Euch durch Griechenland zu reisen – interessant geschrieben, mit tollen Bildern und informativen Hinweisen!

    Viel Spaß & tolle Touren wünscht
    HerBert

  2. Es wird mit jedem Tag besser…ich trainiere fleißig und bald gehts wieder los….;-)

  3. Was für eine tolle Tour. Hoffentlich bist du bald wieder fit und kannst zu neuen Abenteuern aufbrechen.

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