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Motorradfahren und mehr…..

2001 – Garmisch/Alpen

Anreise: A72 Hof – A93/A9 München – A95 Garmisch.

Es war alles schon geplant, am Freitag den 20.07.2001 wollten wir endlich wieder einmal losziehen. Ich hatte am Donnerstag schon alles vorbereitet und die Kinder zur Oma gebracht. Mittags bin ich mit der DR losgefahren um nochmal zu tanken . . . und da ist es passiert. Ein LKW ist in der Einfahrt der Tankstellen einfach rückwärts gefahren und hat die DR voll plattgemacht, ich konnte gerade noch abspringen. Ich war fix und fertig – aus ists mit wegfahren. Und das Bike kaputt. Nun das ganze Programm – Polizei, Ronny und Werkstatt angerufen. Zum Glück habe ich ein Ersatzmotorrad bekommen – eine MZ Baghira Street Moto – damit wir überhaupt fahren können. Die Baghira – ansich kein schlechtes Motorrad, ich wollte sie schon immer mal ausprobieren. Sie fährt sich echt gut, super Kurvenlage, absolut handlich. Voller Erwartungen sind wir morgens losgefahren, auf der Autobahn hab ichs dann schon gemerkt, dieses Motorrad ist nichts zum Reisen. Geschwindigkeiten über 110 km/h sind fast nicht möglich, weil kein Windschutz da ist und ich meinen Kopf kaum noch gerade halten konnte. Ronny hat auch gemerkt, daß ich total lahm bin und als wir zum Frühstücken angehalten haben, hab ichs ihm erklärt. Er meinte, wenn wir so langsam weiterfahren, sind wir am Sonntag noch nicht da (wir hatten grade mal 100 km geschafft) . . . also überlegten wir, was wir machen sollen. Ronny schlug vor, schnell nach Hause zu düsen und den Transporter zu holen. Und so haben wirs dann auch gemacht, ich habe inzwischen an der Raststätte gewartet. Nach ca. 2 Stunden war er wieder da, wir luden die Baghira (siehe Bilder) noch mit ein und jetzt aber los !!

Campingplatz: Campingplatz Zugspitze Garmisch-Grainau
Der Platz war direkt zu Füßen der Zugspitze, toller Ausblick. Wir hatten ein relativ ruhiges Plätzchen, die Sanitäranlagen waren so lala . . . Es gab einen kleinen Imbiss. Wir haben unser Zelt gar nicht aufgebaut, sondern gleich im Bus geschlafen

1.Tag: Garmisch – Griesen – Lermoos – Fernpaß (1216) – Nassereith – Imst – Oetz – Sölden – Timmelsjoch (2474) – St.Leonardo – Jaufenpaß (2099) – Sterzing – alte Brennerstraße – Brennerpaß (1375) – Matrei a. Br. – Kematen – Seefeld – Mittenwald – Garmisch

Es war ein schöner Morgen, klarer Himmel, Sonnenschein . . . also schnell aufgestanden und rauf auf die Motorräder. Schnell noch zu Mc . . . frühstücken und dann ab in die Berge. Die ersten Kilometer gingen wunderbar, doch bald merkte ich den Schmerz in der linken Hand immer mehr. Die Kupplung der MZ ging ziemlich schwer und man muß sehr viel schalten um sie bei Laune zu halten. Das war zu viel, da schon mal Probleme mit der Hand hatte (verstauchtes Daumengelenk). Ronny lästerte ab, meinte ich hätte aber auch immer was zu meckern . . . An der Mautstation vom Timmelsjoch ist er mit der Baghira noch mal runtergefahren um es selber zu testen. Und er hats auch gemerkt, den Berg rauf nur am schalten damit sie wenigsten etwas aus der Hose kommt. Doch trotzdem war es wiedermal eine schöne Tour, vorallem in zwischen Timmelsjoch und Jaufenpaß hat es uns gut gefallen. An einem kleinen Imbißstand in einer Kurve haben wir eine Pause gemachtund sind zum Kaffee mit Brot und Schinken bewirtet worden. Auch eine gute Flasche Wein konnten wir kaufen, natürlich nicht ohne vorher zu kosten.
Und eine Rettungsaktion mit dem Hubschrauber an einer Felswand konnten wir beobachten, das war cool . . . Als wir abends wieder zurück auf dem Zeltplatz waren, konnte ich die Hand kaum noch bewegen . . . die letzten Kilometer waren eine Qual für mich. Also ausruhen, etwas guten Südtiroler Wein trinken und dann schlafen. Na hoffentlich gehts der Hand morgen besser .

2.Tag: Leider war am nächsten Tag nichts besser, die Hand tat weh und an fahren war nicht zu denken. Also beschlossen wir abzureisen. Wir packten die MZ schon mal in den Bus und fuhren mit der Kuh nochmal nach Garmisch. Erstmal frühstücken und dann noch etwas den Ort anschauen. Gegen Mittag sind wir dann losgezogen um noch vor dem Dunkelwerden zu Hause zu sein. Das war diesmal ein „Ausflug mit Hindernissen“.

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